3 Fragen, die ich als Familienfotografin häufig gestellt bekomme – und ehrlich beantworte

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Wenn man mit Menschen arbeitet, wird man viel gefragt. Ihr seid neugierig – das kann ich nachvollziehen. Und ich spreche total gern über meine Arbeit und warum ich tue, was ich tue und wie ich es tue. Und dann gibt es solche Fragen, bei denen ich innerlich kurz die Augen verdrehen muss.

Hier sind drei von diesen Fragen. Und meine Antworten – einmal das, was ich am liebsten antworten würde. Mit einer Portion Sarkasmus und Ironie. Und dann das, was wirklich stimmt.

1. „Welche Kamera hast du? Die macht so schöne Bilder.“

Familienfotografin mit Kamera und kleinem Kind auf einer grünen Wiese

Was ich am liebsten sagen würde:

Stimmt, die Kamera macht das alles ganz allein. Die jahrelange Erfahrung, das ständige Ausprobieren, das Weiterbilden, das ewige Sich-selbst-in-Frage-stellen – völlig überbewertet. Ich drück nur auf den Knopf, den Rest erledigt das Gerät.

Was stimmt:

Eine gute Kamera hilft. Aber viel wichtiger ist, wie du sie einsetzt. Und damit meine ich nicht nur perfekte Kameratechnik. Schöne und natürliche Bilder entstehen dann, wenn Familien einen Rahmen haben, in dem sie sich wohlfühlen. Wenn eine Fotografin dabei ist, die ihnen ein Wohlfühlgefühl vermittelt und weiß, wann, wie und wo genau DIE Momente entstehen, die Familien sich wünschen. Das kommt aus Jahren der Übung, nicht aus dem Gehäuse.

Die Kamera ist mein Werkzeug. Das Gespür bring ich mit.

2. „Warum kostet das so viel?“

Ein kleiner Kinderfuß in der Nahaufnahme. Draußen in der Natur umgeben von Gras beim Familienshooting Nürnberg Fürth.

Was ich am liebsten sagen würde:

Na klar, Stunden an Arbeit unter Mindestlohn klingt total fair. Der Kinderwagen darf 1000 Euro kosten, aber die Bilder von der Zeit, in der euer Kind klein war, die sollen dann fast nichts kosten. Ich mach das doch eh gern, da brauch ich ja kein Geld für. (Und ehrlich: Ich hab für unseren Kinderwagen auch fast so viel ausgegeben – no judgement! Vor 4 Jahren habe ich genauso gedacht.)

Was stimmt:

Meine Preise sind kalkuliert. Vorbereitung, Anfahrt, die Stunden am Rechner danach, die Erfahrung, die dafür sorgt, dass aus einem quengeligen Start ein richtig guter Ausflug wird.

Und dann ist da noch das: Der Kinderwagen verliert vom ersten Tag an Wert. Eure Bilder hingegen werden jeden Tag, jeden Monat und jedes Jahr wertvoller. In 20 Jahren sind sie wahrscheinlich das kostbarste, was du besitzt.

3. „Kannst du nicht einfach ein schnelles Foto machen?“

Was ich am liebsten sagen würde:

Aber sowas von. 15 Euro das Bild, und ich leg noch was drauf. Ein Foto ist ja quasi kein Aufwand – Planung, Anfahrt, Shooting, Auswahl, Bearbeitung, macht sich alles von selbst.

Was stimmt:

Für ein einziges gutes Bild läuft fast derselbe Prozess wie für eine ganze Galerie. „Schnell eins“ gibt es bei mir nicht – weil das eine gute Bild immer aus vielen entsteht und aus dem richtigen Rahmen.

Und ganz ehrlich: Ihr wollt am Ende nicht ein Foto. Ihr wollt eine Erinnerung daran, wie ihr zusammen wart. Nicht ein Bild das zeigt, wie ihr zusammen steht.

Warum ich euch das als Familienfotografin erzähle

Ich erzähl das nicht, um mich zu beschweren. Die meisten fragen aus Neugier und echtem Interesse. Aber vielleicht zeigen dir meine Antworten ein bisschen, wie ich denke und arbeite. Das ist die Person, die du bekommst, wenn ich euch begleite.

Nicht eine Fotografin, die schnell ein paar Fotos macht. Sondern eine Fotografin, die euch Zeit, Raum und Rahmen gibt, in dem ihr einfach Familie sein könnt.

Wenn du dir Familienfotos rund um Nürnberg und Fürth wünschst, bei denen niemand funktionieren muss: Schreib mir einfach, wir schauen gemeinsam, was zu euch passt.

Und du? Gibt es in deinem Job oder Alltag Fragen, bei denen du innerlich die Augen rollst?