Homestory: Was, wenn ihr für Familienfotos lieber zuhause bleibt?

Warum eine Homestory eine schöne Möglichkeit für Familienfotos zuhause ist – ohne Posieren, ohne perfekten Haushalt und ohne dass ihr dafür einen besonderen Ausflug planen müsst.

Draußen wird es früher dunkel. Dicke Jacken und Pullover hänger über den Stuhllehnen auf dem Sofa türmen sich die Decken und irgendwo im Wohnzimmer liegt natürlich noch das Spielzeug vom Vortag rum.

Im Winter verbringen wir als Familie automatisch mehr Zeit zuhause. Wir lesen, spielen, kochen, kuscheln, bauen Türme und suchen fünf Minuten lang den einen Socken, der mal wiedr verschwunden ist.

Genau daraus kann eine Homestory entstehen.

Denn für Familienfotos müsst ihr nicht unbedingt raus. Ihr müsst auch keinen besonderen Ausflug planen oder eure Wohnung vorher auf Hochglanz bringen. Bei einer Homestory komme ich zu euch nach Hause und fotografiere euch dort, wo euer Familienalltag stattfindet – so wie er wirklich ist.

Was ist eine Homestory?

Eine Homestory ist ein Familienshooting zuhause, bei dem euer Alltag und eure Routinen und Mini-Rituale im Vordergrund stehen.

Eure Fotos entstehen nicht vor einer neutralen Studio-Wand und auch nicht an einem ausgesuchten Ort im Freien. Sondern in eurer Küche, auf dem Sofa, im Kinderzimmer oder dort, wo ihr euch als Familie gerade aufhaltet. Und es geht nicht darum eine Reihe an Fotos „abzuarbeiten“. Vielmehr dokumentiert eine Homestory einen normalen Familiennachmittag.

Ihr macht, was zu eurer Familie passt: gemeinsam spielen, ein Buch anschauen, frühstücken, backen oder einfach eine Weile auf dem Sofa sitzen. Ich bin dabei und fotografiere, was zwischen euch passiert.

Das bedeutet vor allem, dass ihr nach einer Weile vergesst, dass ihr fotografiert werdet. Denn im Idealfall seid ihr ganz bei euch und vertieft in einem Buch oder damit beschäftigt, euer Kind zum Zähneputzen zu überzeugen (ja, auch das darf Teil eurer Homestory sein).

Ich möchte es euch deshalb möglichst einfach machen: Ihr macht etwas miteinander, ich kümmere mich um die Fotos.

Warum passt eine Homestory besonders gut in den Winter?

Im Sommer ist es leicht, Familienzeit nach draußen zu verlegen. Im Winter ist es zuhause besonders einladend.

Wenn es regnet, kalt oder nachmittags schon dunkel ist lädt ein heißer Kakao und eine Kuscheldecke eher zu einem gemütlichen Nachmittag drinnen ein. Oder vielleicht habt ihr nach Kindergarten und Arbeit auch einfach keine Lust mehr, noch irgendwohin zu fahren. Und das ist ok. Kindheitserinnerungen entstehen im Alltäglichen, dort wo Familie sein stattfindet.

Und was passt dafür besser als euer Wohlfühlort, euer Zuhause?

Ihr müsst euch nicht nach dem Wetter richten. Die Kinder müssen sich nicht an einen neuen Ort gewöhnen. Und wenn jemand zwischendurch eine Pause braucht, ist das überhaupt kein Problem.

Außerdem gibt es im Winter viele Dinge, die sich ganz selbstverständlich fotografieren lassen:

  • gemeinsam ein Buch anschauen
  • auf dem Sofa kuscheln
  • mit den Lieblingsspielsachen spielen
  • zusammen Plätzchen oder Kuchen backen
  • in der Küche herumwuseln
  • malen oder basteln (wie wäre es zum Beispiel mit einem selbstgemachten Adventskalender?)
  • eine Höhle aus Decken bauen
  • morgens noch im Schlafanzug frühstücken
  • sich für einen Spaziergang anziehen

Eure Familienfotos entstehen ganz nebenbei. Es braucht kein großes Programm.

„Aber wir machen zuhause doch gar nichts Besonderes.“

Das denke ich mehr selbst so oft, und merke dann, wie meine Tochter aber genau in den kleinen Alltagsmomenten immer wieder etwas Spannendes entdeckt. Wie aus einen Berg Wäsche ein „Ich kann das schon alleine“-Moment wird. Posieren braucht ihr dabei nicht. Nein.

Vor eurer Homestory überlegen wir zusammen, welcher Rahmen zu euch passt. Also, was ihr gern machen möchtet. Ihr wollt zusammen Plätzchen backen? Lecker! Ich bin dabei und verkoste auch gern mit. Oder möchtet ihr gern ein liebgewonnenes Familienritual festhalten? Vielleicht habt ihr auch regelmäßige Tanzparties am Abend und möchtet genau das festhalten? Ich bin dabei.

Oder ihr startet einfach dort, wo ihr euch normalerweise aufhaltet.

Manchmal gebe ich euch eine kleine Anregung, manchmal lasse ich euch einfach machen. Ich versuche nicht, jeden Moment zu kontrollieren, sondern halte mich eher im Hintergrund. Gleichzeitig bin ich nicht stiller Beobachter, sondern spiele auch mal mit den Kids und quatsche mit euch über alles und nichts.

Und wenn zwischendurch etwas nicht klappt, ist das auch okay.
Ein Kind hat keine Lust mehr? Dann machen wir kurz Pause.
Jemand braucht einen Snack? Dann gibt es einen Snack.
Das Leben muss für die Fotos nicht kurz angehalten werden. Im Gegenteil!

Müssen wir die Wohnung vorher aufräumen?

Nein.

Wirklich nicht.

Natürlich kann es sinnvoll sein, Dinge wegzuräumen, die euch selbst im Alltag stören. Aber ihr müsst nicht vor meinem Besuch die komplette Wohnung auf links drehen.

Ein Spielzeug auf dem Boden ist kein Problem. Eine Decke auf dem Sofa auch nicht.

Und dem Wäscheberg können wir gemeinsam einen Namen geben oder wir suchen uns eine andere Ecke in eurer Wohnung.

Mir ist wichtig, dass ihr euch zuhause wohlfühlt. Nicht, dass eure Wohnung für einen Nachmittag wie aus einem Einrichtungskatalog aussieht.

Wenn ihr euch allerdings fragt, welche Bereiche sich besonders gut zum Fotografieren eignen, schauen wir uns das gemeinsam an. Oft reicht schon das Licht an einem bestimmten Fenster oder ein kleiner Bereich im Wohnzimmer.

Brauchen wir eine große Wohnung?

Für eine Homestory braucht ihr keine besonders große Wohnung oder ein Loft-Apartment. Für eure Familienfotos zuhause braucht ihr kein großes Haus und auch kein Wohnzimmer in cremeweiß und Boho-Look.

Wir fotografieren dort, wo ihr euch aufhaltet. Manchmal sind das nur zwei oder drei Räume. Gerade kleine Räume können sehr schöne Bilder ergeben, weil ihr dort automatisch näher zusammen seid.

Entscheidend ist für mich nicht, wie groß oder perfekt eingerichtet eure Wohnung ist.

Wichtiger ist, wo bei euch Familienleben stattfindet.

Was, wenn mein Kind nicht mitmachen möchte?

Kleinkind von oben fotografiert. Zuhause am Tisch. Es schreibt und bastelt eine Karte.

Eure Kinder müssen „funktionieren“, stillhalten, in die Kamera grinsen oder besonders brav sein. Vielleicht möchte ein Kind erst einmal gar nichts von mir wissen. Dann darf es sich zurückziehen. Vielleicht taut es nach einer Weile auf. Vielleicht auch nicht.

Wir müssen nicht erzwingen, dass alle gemeinsam auf einem Foto zu sehen sind.

Manchmal entstehen gerade dann schöne Bilder, wenn ein Kind seiner eigenen Beschäftigung nachgeht und die anderen Familienmitglieder daneben sind.

Und manchmal gibt es eben auch Bilder, auf denen nicht alle Personen zu sehen sind.

Das gehört zu einer Familie genauso dazu.

Was ziehen wir für eine Homestory an?

Hier gilt eigentlich das Gleiche wie für den Rest des Shootings: Ihr sollt euch wohlfühlen.

Ihr müsst euch für die Fotos kein neues Outfit kaufen oder euch im Partnerlook anziehen. Ich gebe vor jedem Shooting ein paar Tipps und Hinweise, welche

Farben und Stile besonders gut für zeitlose und natürliche Familienfotos funktionieren. Alles als Inspiration, nicht als Pflichtaufgabe.

Gerade zuhause dürfen es gemütliche Sachen sein. Ein Pullover, eine Jeans, ein Kleid, ein Schlafanzug am Morgen – was zu euch und eurem Alltag passt.

Wenn ihr mögt – hier gibt es meinen kostenlosen Outfit-Guide mit Inspirationen für euch. Darin findet ihr einfache Ideen für Farben, Materialien und Kombinationen, die bei Familienfotos zuhause gut funktionieren.

Kleines Mädchen kuschelt sich gemütlich in denn Arm ihrer Mama.

Was können wir während einer Homestory machen? – 5 Ideen für Familienfotos zuhause

Ihr müsst nichts Großes planen. Wenn ihr möchtet und Spaß dran habt, können wir ein oder zwei Ideen ins Shooting einfließen lassen:

Gemeinsam Lesen

Ein Buch auf dem Sofa oder im Kinderzimmer. Gerade beim Vorlesen vergessen Kinder oft schnell, dass überhaupt eine Kamera da ist. Hier ist gar keine Vorbereitung nötig.

In der Küche sein

Gemeinsam backen, Obst schneiden, einen Snack vorbereiten oder einfach am Küchentisch sitzen und einen Cappuccino (Babyccino) zusammen trinken.

Kuscheln und Pause machen

Ihr müsst nicht ständig beschäftigt sein. Auch eine ruhige Situation auf dem Sofa kann fotografisch interessant sein.

Für draußen fertig machen

Jacken, Mützen und Schuhe anziehen. Besonders mit kleinen Kindern passiert dabei meistens genug.

Zusammen spielen

Bauklötze, Puzzle, Eisenbahn, Puppen oder das Spielzeug, das gerade jeden Tag im Einsatz ist. Das sind DIE Kindheitserinnerungen. In 20 Jahren schaut ihr die Bilder an und erinnert euch an die Lieblingsspielzeuge von früher.

Nahaufnahme von Kleinkind mit Oma beim Spielen. Im Fokus ist eine Spielfigur. Daneben steht ein Holz-Eisständer und im Vordergrund ist ein kleines Kind verschwommen zu sehen.


Das sind nur Vorschläge. Ihr müsst daraus keinen Ablaufplan für das Shooting machen.

Was macht eine Homestory anders als ein klassisches Familienshooting?

Bei einem klassischen Familienshooting steht häufig der gemeinsame Termin an einem bestimmten Ort im Mittelpunkt.

Bei einer Homestory ist euer Zuhause selbst Teil der Geschichte.

Die Küche, in der morgens das Frühstück gemacht wird. Das Sofa, auf dem abends vorgelesen wird. Das Kinderzimmer, in dem jeden Tag gespielt wird.

Dadurch entstehen nicht nur Bilder von euch als Familie, sondern auch Bilder von eurer Umgebung, von eurem Wohlfühlort. Von dem Ort, an dem eure Kinder groß werden.

Und vielleicht sind es genau diese kleinen Dinge, die euch später etwas bedeuten: das Bett, in dem euer Kind noch so klein aussieht. Der Lieblingssessel von Papa. Die Spielzeugkiste, die heute ständig ausgeräumt wird.

Auch für Newborn- und Babyfotos zuhause

Füße eines neugeborenen Babys in Mamas Händen.

Eine Homestory eignet sich nicht nur für Familien mit größeren Kindern. Gerade mit einem Neugeborenen ist es angenehm, wenn ihr für die Fotos nicht das Haus verlassen müsst.

Ihr könnt zuhause bleiben, müsst keine Tasche für einen Fototermin packen und habt alles griffbereit, was euer Baby gerade braucht.

Wenn ihr mehr darüber erfahren möchtet, findet ihr hier meine Newborn-Homestory.

Familienfotos zuhause in Nürnberg und Fürth

Vielleicht ist eine Homestory genau das Richtige für euch, wenn ihr keine Lust auf gestellte Familienfotos habt, euch vor der Kamera eher unwohl fühlt oder einfach zeigen möchtet, wie euer Familienleben gerade aussieht.

Ihr müsst dafür keinen perfekten Nachmittag planen.

Wir brauchen auch keine aufgeräumte Wohnung und keine Kinder, die zwei Stunden lang brav in die Kamera schauen.

Ihr könnt zuhause bleiben und macht das, was ihr sowieso machen würdet.
Und ich bin dabei und drücke im richtigen Moment auf den Auslöser.

Wenn ihr in Nürnberg, Fürth oder Umgebung wohnt und mehr über eine Homestory erfahren möchtet, schreibt mir gerne. Dann können wir ganz in Ruhe schauen, ob diese Art von Familienfotos zu euch passt.

Wenn ihr dagegen lieber draußen fotografieren möchtet, findet ihr in meinem Artikel Familienfotos im Winter: Ideen und Tipps weitere Anregungen.

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