Er ist lachend auf mich zugerannt, hat mich komplett umgeschmissen – inklusive Kamera – und dann meinen Kamerarucksack mit Straßenkreide verschönert. Dann ist er wieder zu seinen Eltern gerannt. Dieser kleine Moment ist mir von diesem Babybauch-Shooting mit Kleinkind im Hainberg bei Nürnberg besonders im Gedächtnis geblieben.
Er hatte Hunger – und null Interesse an der Kamera
Die Familie kannte ich schon. Wir hatten schon früher zusammen Bilder gemacht, das hat das Ganze entspannter gemacht – für alle. Die Eltern waren von Anfang an locker. Der kleine Sohn, knapp drei Jahre alt, war es am Anfang noch nicht ganz. Er hatte Hunger, und wer hat bei Hunger schon Lust auf ein Shooting?
Das ist völlig normal. Kinder machen das, was gerade dran ist. Ich mache meistens einfach weiter, schaue, was passiert, und warte, bis es klick macht.
Bei ihm hat es nicht lange gedauert.

Straßenkreide statt Pose
Irgendwann habe ich die Straßenkreide rausgeholt. Und damit war das Eis gebrochen – sehr buchstäblich. Nicht nur der Baumstamm wurde bemalt. Auch Mamas Gesicht. Auch meins. Auch mein Kamerarucksack hat etwas abbekommen.
Der Kleine hat sich vor lauter Eifer mehrfach selbst überholt und mich dabei einfach umgerannt. Kamera inklusive. Er hat mir die Bilder gezeigt, ich habe sie ihm gezeigt, er hat weitergemalt – und ist dann wieder zu seinen Eltern gesprintet.
Das ist genau der Moment, den ich beim Babybauch-Shooting mit Kleinkind suche: Wenn das Kind einfach Spaß hat und Kind sein darf. Und ich mittendrin.

Babybauch-Shooting im Hainberg: Einfach loslaufen
Der Hainberg hat den Rest erledigt. Das Naturschutzgebiet – wir waren außerhalb der Brutschutzzeit unterwegs, konnten die Wege verlassen – gibt einem einfach den Rahmen, den so ein Shooting braucht. Wald, Wiesen, Platz.
Die Familie ist einfach spaziert. Der Papa hat den Kleinen in die Luft geworfen, sie haben Engelchen Flieg gespielt, Stöcke gesammelt, Verstecken gespielt. Ich habe fotografiert.

Die Mama hatte die ganze Zeit eine Hand am Bauch – das ist mein einziger Hinweis, den ich in solchen Situationen immer mal wieder gebe. Nicht weil ich inszeniere, sondern weil es natürlich ist.
Ansonsten habe ich die drei einfach machen lassen.
Babybauch-Shooting draußen: Was du wirklich brauchst
Eine Picknickdecke und Kreide. Mehr hätte es nicht gebraucht. Selbst die Picknickdecke habe ich nicht herausgeholt. Zusätzlich hatte zusätzlich noch eine kleine Leiter dabei – die haben wir kurz genutzt, weil klettern bei dem Kleinen gerade hoch im Kurs stand. Aber rückblickend braucht es das alles kaum. Die Umgebung erledigt fast alles. Der Wald, die Wiese, der Platz zum Toben – das ist der eigentliche Rahmen. Je weniger man schleppt, desto freier läuft es.
Wenn die Luft raus ist, ist sie raus
Irgendwann hat man gemerkt: der Kleine ist jetzt wirklich fertig. Keine Energie mehr, Hunger wahrscheinlich auch wieder. Da haben wir einfach aufgehört. Pause gemacht, sind entspannt zu den Autos zurück.
Kein Herausquetschen von noch einem letzten Bild. Keine gestellten Abschlussfotos.
Das Shooting war dann zu Ende, wenn es Zeit war.
Was ein Babybauch-Shooting mit Kleinkind wirklich braucht
Keine Posen. Keine Erwartung, dass das Kind mitmacht. Keinen Plan, der eisern durchgezogen wird.
Was es braucht: ein bisschen Zeit zum Ankommen, etwas zum Spielen, Eltern, die entspannt sind – und jemanden mit der Kamera, der wartet, bis der Kleine mit Straßenkreide anrennt.
Der Rest passiert von selbst. So wie an diesem Nachmittag im Hainberg.
Du bist schwanger und hast noch ein Kleinkind zuhause? Schreib mir kurz über mein Kontaktformular, wer ihr seid und wie ihr euch ein Shooting vorstellt. Ich melde mich innerhalb von 48 Stunden bei dir.
📍 Photography by Stefie – Babybauch-Shooting in Nürnberg, Fürth und Umgebung
✉️ hello@stefaniepaulmokoena.com







